Allgemein
Vier Tote im Umleitungsstau auf der BAB 9
Fast sechs Stunden Vollsperrung
Die BAB 10 war am Wochenende vom 30. zum 31. Oktober 2010 in beiden Richtungen an der Anschlussstelle Ferch gesperrt. Brückenabriss und Aufbau: Eine neue Eisenbahnbrücke forderte diese Maßnahme. Die Umleitungen waren ausgewiesen, lange Wartezeiten und Staus wurden prognostiziert. Tageszeitungen, Funk und Fernsehen berichteten rechtzeitig, Verkehrsteilnehmer bereiteten sich vor.
Auf der BAB 9 kurz vor der AS Beelitz-Heilstätten kollidiert in Richtung Süden ein polnischer Lkw mit mehreren Pkw. Der Lkw schob dabei zuerst ein Fahrzeug vor sich her, ein Weiteres wurde ebenfalls erfasst. Eines der beiden Pkw fing Feuer, entzündete das Zweite. Vollbrand, Feuerwehr und Rettung wurden alarmiert. Aus dem 20 Kilometer entfernten Werder musste sich die Feuerwehr einen Weg durch den Rückstau bahnen. Vor Ort konnte dann nur noch der Tod von vier Personen (zwei Erwachsene, zwei Kinder) festgestellt werden. Im Pkw waren alle Insassen verbrannt, aus dem zweiten Pkw konnten die Betroffenen gerettet werden und kamen in nahe gelegene Krankenhäuser.
Lt. Polizei handelt es sich bei den Verletzten um zwei Insassen des Pkw Suzuki, ein 52-Jahre alter Mann und um eine 48-jährige Frau, beide italienische Staatsbürger, und beim Lkw um einen 30-jährigen polnischen Lkw-Fahrer. Im Rahmen der weiteren Untersuchungen konnte geklärt werden, dass es sich bei dem dritten beteiligten Pkw um einen Daimler-Benz aus Niedersachsen handelt. Die Identitäten der darin tödlich verunglückten Insassen seien noch nicht geklärt. Der Verkehr staute sich auf der BAB 10 vom Autobahndreieck Potsdam bis zum AD Werder (etwa acht Kilometer).
Während der Rettungs- und Löscharbeiten sowie der anschließenden Unfallaufnahme durch die Dekra und der abschließenden Fahrzeugbergung war die Autobahn bis ca. 18 Uhr in südlicher Richtung voll gesperrt.
Nachtrag: Diskussion über Alarmierung bei Einsätzen auf Autobahnen
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11930164/60889/Die-naechstgelegene-Feuerwehr-wurde-nach-schwerem-Unfall-nicht.html