News
Verkehrsvorfälle auf Brandenburgs Autobahnen
Nicht alles, was auf Brandenburgs Autobahnen an Unfällen abzuarbeiten ist, kann dokumentiert werden. Unter den Gesichtspunkten einer sachlichen, nüchternen und sensationsarmen Berichterstattung zeigen wir einige schwere Einsätze. Auf die Belastungen der eingesetzten Kräfte einzugehen ist hier kaum möglich. Immer häufiger werden Seelsorger gerufen. Immer häufiger findet das anschließende gemeinsame Gespräch statt. Ob damit auch die erlebten Eindrücke bewältigt werden, ist schwer nachzuprüfen. Die, die das Geschehen beobachten und auch als Externe ständig im Gespräch mit den Beteiligten sind, tragen eine hohe Verantwortung. Dieser Verantwortung versucht das Task Force-Team gerecht zu werden.
Datum: 17. Juli 2009
Ort: BAB 13, Lkw fing Feuer
Für mehrere Stunden musste die BAB 13 ab der AS Staakow Richtung Berlin gesperrt werden. Gegen 7.30 Uhr fing ein slowakischer Lkw aufgrund eines Reifenbrandes Feuer, der Sattelzug brannte trotz frühzeitigen Eintreffens der Feuerwehr völlig aus.
Die aus Papier bestehende Ladung fing geriet ebenfalls in Brand, dieses Feuer konnten die Einsatzkräfte schnell löschen.
Die Richtungsfahrbahn war für mehrere Stunden gesperrt, ein Spezialunternehmen musste die Straße von ausgelaufenen Flüssigkeiten reinigen. Ein Bergeunternehmen holte den fahruntüchtigen Sattelzug ab.
Der Sachschaden wird laut Polizei auf mehr als 80.000 € beziffert, verletzt wurde niemand.






Datum: 17. Juli 2009
Ort: BAB 9, GSG: Autobahn für 18 Stunden gesperrt
Aufgrund eines offensichtlichen Fahrfehlers ist am Freitag, den 17. Juni 2009 um ca. 3.25 Uhr ein Gefahrgutlaster in Richtung Berlin vor der Anschlussstelle Klein Marzehns ungekippt und im Entwässerungsgraben gelandet. Das Fahrzeug hatte giftige und ätzende Chemikalien sowie Farben und Lacke geladen, die teilweise ausliefen. Die gerufene Feuerwehr sperrte den Gefahrenbereich in ausreichender Entfernung ab und alarmierte zeitgleich die Gefahrstoffgruppe.
Der Verkehr wurde während der Einsatzzeit von der Autobahn abgeleitet. Es bildete sich ein mehr als 10 Kilometer langer Rückstau.
Ca. 125 Einsatzkräfte der Feuerwehren waren vor Ort, um die Ladung unter Atemschutz und Spezialausstattung zu bergen und zu sichern. Die Polizei schätzt den achschaden auf ca. 100.000 Euro, der 44jährige Fahrer kam mit dem Schrecken davon.
Gegen 22.00 Uhr konnte die Richtungsfahrbahn nach Berlin wieder frei gegeben werden.






Datum: 13. Juli 2009
Ort: BAB 10, Folgefahrzeug rast in stehenden Pkw
Gegen 12.30 Uhr blieb ein Toyota auf der BAB 10 zwischen den AS Erkner und Rüdersdorf stehen. Die gesamte Elektronik hatte das Fahrzeug ausgeschaltet. Der Fahrer befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der mittleren von drei Fahrspuren.
Zwei Insassen des Toyotas reagierten geistesgegenwärtig und verließen sofort ihr Fahrzeug und flüchteten hinter die rechte Schutzplanke. Unmittelbar danach krachte ein Polo in das stehende Fahrzeug. Der Fahrer hatte das Hindernis nicht rechtzeitig erkannt und war ungebremst aufgefahren.
Die Feuerwehr aus Erkner musste den Fahrer aus dem völlig zerbeulten Auto befreien, Fahrer und Beifahrer kamen mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus.
Während der Rettungsmaßnahmen war die BAB 10 in Richtung DR Schwanebeck voll gesperrt. Nach Start des Rettungshubschraubers und Ende der Rettungsmaßnahmen wurde der Verkehr über den paralell verlaufenden Parkplatz geleitet.
In Folge des Rückstaus ereignete sich ein weiterer Unfall. Ein Pkw übersah den vor ihm stehenden Lkw auf der Lastspur, versuchte noch auszuweichen, touchierte den Lkw und landete anschließend im Entwässerungsgraben. Verletzt wurde dabei niemand.






Datum: 30. Juni 2009
Ort: BAB 13, Schönefelder Kreuz
Der Himmel zeigte am 30. Juni 2009 seine gnadenlose Seite. Über Brandenburg war gerade ein Sommergewitter gezogen. Die Straßen überschwemmt, Keller vollgelaufen. Polizei und Feuerwehr hatten alle Hände voll zu tun. Kurz vor 21 Uhr liefen die Meldungen über einen schweren Verkehrsunfall auf der BAB 13 ein. Zwischen der Anschlussstelle Ragow und dem Schönefelder Kreuz gab es einen Frontalzusammenstoß zweier Pkw. Feuerwehr, Rettungsdienst, Notärzte und Polizei rasten zum Unfallort, ein polnischer Van war vom Schönefelder Kreuz kommend auf der falschen Seite unterwegs und frontal in einem Fabia-Combi aus dem Landkreis Oder-Spree geknallt. Der aus Berlin angeforderte Rettungshubschrauber brachte die schwer verletzte polnische Fahrerin in die Universitätsklinik Berlin-Marzahn. Zwei weitere Verletzte wurden nach Erstversorgung durch den Notarzt in nahe gelegene Krankenhäuser gefahren.
Während der Rettungsmaßnahmen und der anschließenden Bergung wurde der Verkehr auf der BAB 13 an der Anschlussstelle Ragow in Richtung Berlin abgeleitet. Aufgrund der ausgelaufenen Betriebsstoffe musste die Unfallstelle durch ein Spezialunternehmen gereinigt werden. Kurz vor Mitternacht konnte die Autobahnmeisterei beide Fahrspuren wieder freigeben, gegen ein Uhr war die Unfallstelle gänzlich geräumt.
Ob die polnische Fahrerin am Schönefelder Kreuz die Orientierung verloren hatte oder bewusst in den Gegenverkehr lenkte, konnte vor Ort nicht geklärt werden, hierzu halten die Ermittlungen noch an.






Datum: 22. Juni 2009
Ort: BAB 9, Anschlussstelle Niemegk
Kurz nach sechs Uhr bemerkte der Fahrer eines Pkw-Tiefladers, beladen mit fünf Fahrzeugen, dass eines der Autos in Flammen stand. Er hielt auf der BAB zwischen den Anschlussstellen Klein Marzehns und Niemegk an. Die anrückende Feuerwehr versuchte, das ausgebrochene Feuer zu löschen. Dabei stellte sich heraus, dass die geladenen Fahrzeuge allesamt zusätzlich Reifen in ihren Kofferräumen mit führten. Hierdurch wurden die Löscharbeiten teilweise erheblich erschwert, die übrigen Fahrzeuge fingen ebenfalls Feuer.
Die Autobahn war bis kurz vor 13 Uhr in Richtung Berlin voll gesperrt, nach den Bergungsarbeiten musste im Laufe des Nachmittages die Lastspur weiterhin gesperrt bleiben, zwei Fahrspuren wurden frei gegeben.
Die Oberfläche auf der Standspur bedarf einer Sanierung. Inwieweit auch die Lastspur hiervon betroffen ist, muss noch geprüft werden.






Datum: 2. Juni 2009
Ort: BAB 13, Anschlussstelle Groß Köris
Beim überfahren einer auf der BAB 13 verlorenen Metallplatte riss sich ein Sikofahrzeug beide Diseltanks auf. Er hatte kurz zuvor sein Fahrzeug voll betankt. Zwischen den AS Teupitz und Groß Köris hielt das Fahrzeug auf der Standspur an, rollte dann langsam weiter und kam an der Anschlussstelle Groß Köris in einer leichten Kurve mit Neigung zum stehen. Hier ergossen sich fast 240 Liter Disel auf die Autobahn.
Die Freiwillige Feuerwehr wurde zum Abbinden der Diselspur gerufen. Die ausgelaufene Menge war allerdings für eine schnelle Abstumpfung zu umfangreich. Aufgrund der möglichen Folgegefahren entschied man sich unter Anforderung des Baulastträgers dazu, weitere Maßnahmen durch diesen ausführen zu lassen. Der Baulastträger berief ein Vertragsunternehmen, um die recht umfangreiche Schadstelle mit Spezialmaschinen reinigen zu lassen.
Die Autobahn war für ca. vier Stunden Richtung Berlin voll gesperrt, gegen 18 Uhr konnte eine Fahrspur wieder freigegeben werden.
Einsatz: FF Halbe, FF Groß Köris, FF Teupitz, FW Königs Wusterhausen, Autobahnmeisterei mit Führungsvertretung, Autobahnpolizei, Einsatz-Doku.






Datum: 25. Mai 2009
Ort: BAB 12 zwischen den AS Briesen und Fürstenwalde-Ost
Der Vordermann musste verkehrsbedingt halten. Ein mit Gerüstbauteilen voll beladener Lkw rutschte offensichtlich ungebremst auf den vorderen Lkw auf. Das Führerhaus wurde auf wenige Zentimeter zusammen geschoben. Die Ladeballen eines Blumenerdezusatzes wurden beim Vordermanns aufgerissen, das Material landete auf der Autobahn.
Die Feuerwehren Briesen und Fürstenwalde waren im Einsatz. Nach erster Sichtnahme durch den Notarzt - er stellte den Tod des Fahrers fest - begannen die Kräfte mit der Bergung.
Im Anschluß beräumten Kräfte des THW die Einsatzstelle gemeinsam mit den Arbeitern der Autobahnmeisterei Fürstenwalde. Die Autobahn war während der Bergungs- und Aufräumarbeiten zeitweise voll gesperrt.
Einsatz: FF Briesen, FF/FW Fürstenwalde, Rettungsdienst, Christoph 31, Autobahnmeisterei mit Führung, Autobahnpolizei mit Führung, zeitweise THW, Einsatz-Doku.






Datum: 12. Mai 2009
Ort: BAB 9, zwischen den AS Niemegk und Brück
In der Nacht kippte der Anhänger eines Lastzuges um. Er war gekennzeichnet mit einer Ladung mehrerer Gefahrenklassen. Die Feuerwehr Niemegk forderte die Gefahrstoffeinheit an. Vor Ort entluden die Einsatzkräfte unter dem erforderlichen Schutz sämtliche Waren. Einige von ihnen unterlagen der besonderen Gefahrgutbehandlung.
Während der Entladetätigkeiten war die BAB 9 Richtung Berlin voll gesperrt.
Einsatz: FF Niemegk, GSG, Kreisbrandmeister, Autobahnmeisterei mit Führung, Autobahnpolizei mit DGL, Einsatz-Doku






Datum: 12. Mai 2009
Ort: BAB 2, zwischen den AS Wollin und Brandenburg / Havel
Ein mit flüssigem Teer voll beladener Kesselwagen kippte auf der BAB 2 kurz hinter der AS Wollin in Richtung Berlin um. Aus dem Kessel ergoss sich die heiße Teermasse im Umfang von zehn Tonnen über die Bahn. Eine ca. 20 cm dicke Teerschicht legte sich auf die mittlere und Lastspur. Eine geringe Menge erreichte die Standspur.
Noch vor Eintreffen der Feuerwehr bahnten sich die Foglefahrzeuge einen Weg über die Standspur. Hierbei wurde die dort aufgelaufene dünnere Schicht einer permanenten Belastung unterzogen, die einer Verdichtung durch Spezialfahrzeuge gleich kommt. Die FF Wenzlow sicherte die Unfallstelle ab, stellte dann fest, dass die beiden Propanbehälter zum Beheizen des Kessels ein Leck aufwiesen. Die Vollsperrung der BAB erfolgte. Die Autobahn dauerte bis zum Abschluss der Räumungstätigkeiten ca. acht Stunden
Einsatz: FF Wenzlow, Autobahnmeisterei mit Führung, Autobahnpolizei mit DGL, Pressesprecher und Presse, Einsatz-Doku






Datum: 21. Januar 2009
Ort: BAB 13, AS Fürstenwalde-Ost Richtung Polen
11.30 Uhr, auf dem Standstreifen an der AS Fürstenwalde-Ost stand ein Lkw. Der Fahrer wechselte gerade einen REifen. Das Fahrzeug war ordnungsgemäß durch ein Warndreieck abgesichert. Ein polnischer Pkw raste offensichtlich fast ungebremst in den stehenden Lkw und drückte sich unter den Auflieger. Die Feuerwehr Fürstenwalde musste zwei Insassen befreien, sie waren eingeklemmt. Sie wurden dem Rettungsdienst übergeben. Ein Insasse verstarb später auf dem Weg ins Krankenhaus.
Einsatz: Rettungsdienst mit Rettungshubschrauber und Notarzt, FF/FW Fürstenwalde, Autobahnpolizei mit DGL, Einsatz-Doku





