News
Verkehrsvorfälle auf Brandenburgs Autobahnen
Nicht alles, was auf Brandenburgs Autobahnen an Unfällen abzuarbeiten ist, kann dokumentiert werden. Unter den Gesichtspunkten einer sachlichen, nüchternen und sensationsarmen Berichterstattung zeigen wir einige schwere Einsätze. Auf die Belastungen der eingesetzten Kräfte einzugehen ist hier kaum möglich. Immer häufiger werden Seelsorger gerufen. Immer häufiger findet das anschließende gemeinsame Gespräch statt. Ob damit auch die erlebten Eindrücke bewältigt werden, ist schwer nachzuprüfen. Die, die das Geschehen beobachten und auch als Externe ständig im Gespräch mit den Beteiligten sind, tragen eine hohe Verantwortung. Dieser Verantwortung versucht das Task Force-Team gerecht zu werden.
Datum: 28. Januar 2010
Ort: BAB 10, Glätteunfall
Rutschpartie. Kinder freuen sich, Erwachsene sehen angstvoll Verletzungen entgegen. Und Kraftfahrer denken, dass es so schlimm nicht sein kann. Es wurde aber schlimmer, denn am Dreieck Spreeau kippte ein Kleintransporter in einer Kurve Richtung AS Freienbrink um. Ein Sattelschlepper konnte ebenfalls die Spur nicht mehr halten, lenkte die Zugmaschine in die Schutzplanke.
Schrecken für die Lenker, Feuerwehr und ABM lösten das Chaos gemeinsam schnell auf. Die Strecke war für ca. 60 Minuten gesperrt.






Datum: 10. Februar 2010
Ort: BAB 12, Glätteunfall
Zwischen den Anschlussstellen Storkow und Fürstenwalde-West rutschte der Lenker eines Brummis mit seinem Sattelschlepper in die Schutzplanke, nachdem er in der Nacht ein unbeleuchtetes Pannenfahrzeug mit Fahrzeuganhänger gestreift hatte. Der Fahrer blieb dabei unverletzt, Planken und Schneemassen wurden mit Unterstützung der Feuerwehr zur Bergung beräumt.






Datum: 11. Februar 2010
Ort: BAB 10, Glätteunfall
Mitten im Winter, und plötzlich war es glatt. Obwohl die Witterungsverhältnisse deutlich waren, die Autobahnmeistereien permanent für freie Straßen sorgten, rutschte auf der BAB 10 zwischen den AS Erkner und Rüdersdorf trotzdem ein Lkw mit Anhänger in die Schutzplanke. Schneeräumgeräte mussten die Massen zuerst räumen, damit das Bergeunternehmen an den Lkw kam. Keine Verletzte.






Datum: 12. Februar 2010
Ort: BAB 10, Glätteunfall
Die Anzahl der Glätteunfälle nimmt astronomische Größen an. Zwischen Hohenschönhausen und Marzahn drehte sich ein Sattelschlepper und bohrte sich in die Mittelschutzplanke. Erst nach Hilfestellung durch die Feuerwehr gelang es, das Fahrzeug aus der Planke zu befreien und für die Bergung bereitzustellen. Da der Tank aufgerissen war, mussten mehrere Hundert Liter Diesel abgepumpt werden.
Die Autobahn war für mehr als zwei Stunden in Richtung Dreieck Spreeau gesperrt.






Datum: 27. Februar 2010
Ort: BAB 10, Auffahrunfall
Schwarzer Tag auf der BAB 10 sBR. Zwischen den Anschlussstellen Königs Wusterhausen und Niederlehme schaukelte sich der Anhänger eines mit Maurersteinen beladener Pkw-Anhänger auf und verlor schließlich quer über die Autobahn seine Ladung. Infolge des Rückstaus rutschten mehrere Fahrzeuge ineinander, die Feuerwehr leistete technische Hilfe. Leicht verletzte Unfallbeteiligte wurden vor Ort versorgt. Die Richtungsfahrbahn nach Osten war für ca. 90 Minuten voll gesperrt.






Datum: 12. März 2010
Ort: BAB 10, Unfall
Weder Glätte noch Verkehrsdichte waren Grund für einen Unfall kurz vor dem Dreieck Nuthetal. Der Anhänger eines Lastzuges geriet kurz hinter der AS Michendorf außer Kontrolle und legte sich quer zur Fahrbahn. Die Bergung dauerte mehr als drei Stunden, da mit schwerem Gerät angerückt werden musste.
Die jungen Helfer vor Ort konnten wenig mit der Ladung anfangen, bei den Einsatzkräften mittleren Alters kamen nostalgische Gefühle auf. Neben Rollen an Papier für Butterverpackungen flogen auch Schutzhüllen alter Langspielplatten auf der Fahrbahn herum, allerdings fehlten die Schallplatten.
Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.






Datum: 20. April 2010
Ort: BAB 10, Auffahrunfall
2010 sollte das Jahr der schweren Verkehrsunfälle werden. So drückte im Folgestau zu einer Baustelle zwischen dem Kreuz Schönefeld und der Anschlussstelle Rangsdorf ein Papierlaster seinen Vordermann aus der Fahrspur, ein zweites Fahrzeug krachte in den Lkw. Die Feuerwehren hatten besondere Schwierigkeiten, den schwer verletzten Fahrer aus seinem Führerhaus zu befreien. Wieder einmal wurden die Resultate der schweren Lasten deutlich. Trotz schwierigster Umstände schafften es die Frauen und Männer der Feuerwehren, den Fahrer lebend aus dem völlig zerstörten Wrack zu retten.
Die Autobahn war für ca. sechs Stunden in Richtung Potsdam gesperrt.






Datum: 21. April 2010
Ort: BAB 10, Auffahrunfall
War seit dem letzten schweren Unfall auf der BAB 10 erst einen Tag vergangen, so mussten die Einsatzkräfte wieder zu einem Auffahrunfall auf der BAB 10 zwischen dem Kreuz Schönefeld und der Anschlussstelle Rangsdorf fahren. Dort war ein Lkw in seinen Vordermann gekracht, der verkehrsbedingt wegen einer eingerichteten Baustelle hielt.
Ein Verletzter kam ins Krankenhaus, die Bahn war für ca. eine Stunde in Richtung Potsdam gesperrt.






Datum: 23. April 2010
Ort: BAB 10, Ins Grüne
Dritter Tag in Folge: auf der BAB 10 diesmal zwischen Rangsdorf und Genshagen. Der Lenker eines Sattelschleppers verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und lenkte es samt Auflieger in den Seitenstreifen. Der Fahrer war wahrscheinlich eingeschlafen. Glück im Unglück: Er blieb unverletzt.
Während des Feuerwehreinsatzes und zur Bergung mit Schwerlastkran wurde die Lastspur gesperrt, es kam allerdings nicht zu Behinderungen.






Datum: 27. April 2010
Ort: BAB 10, Vier Pkw verunfallt
Wieder auf der BAB 10, diesmal in der Gegenrichtung trafen sich kurz vor dem Schönefelder Kreuz insgesamt vier Pkw, drei davon landeten auf dem Standstreifen. Trotz mehrfacher unterschiedlicher Anforderung selbst vom eintreffenden Rettungsdienst wurde die zuständige Feuerwehr nicht alarmiert, es kam zu einem mehr als zehn Kilometer langen Rückstau. Eine Verletzte wurde ins Krankenhaus gefahren.






Datum: 28. April 2010
Ort: BAB 10, aufgefahren
Dem Prinzip der Serie folgend rutschte erneut zwischen dem Schönefelder Kreuz und der Anschlussstelle Rangsdorf ein Lkw auf seinen Vordermann. Dabei verlor der Auffahrende einen Teil seiner Ladung: Ziegelsteine pflasterten die Autobahn. Zur Bergung wurde die Bahn für kurze Zeit voll gesperrt, dann einstreifig an der Unfallstelle vorbei geführt.
Der Fahrer wurde mit leichten Verletzungen vor Ort versorgt.






Datum: 3. Mai 2010
Ort: BAB 10, Kontrolle verloren
Regen. Die Straße hatte eingeschränkte Haftung, das machte sich die Dynamik eines Lkws zunutze. Der Sattelschlepper steuerte mit seinem beladenen Anhänger in den seitlichen Wald, rammte einen Baum und kam im weichen märkischen Sand zum Stehen. Und der Fahrer hatte Glück, er durfte im Regen auf die Bergung warten, und zwar unverletzt.






Datum: 9. Juni 2010
Ort: BAB 10, Pannenlaster übersehen
Es gibt auf dem Berliner Ring der BAB 10 neuralgische Punkte, an denen es immer wieder zu Vorfällen kommt. Dazu gehört die Senke zwischen den Anschlussstellen Ferch und Michendorf. Dort kommt es immer wieder zu Unfällen. So auch am 9. Juni, ein passierender Lkw hat offensichtlich einen rechts stehenden Pannenlaster übersehen, ihn gerammt.
Der Fahrer des Pannenlasters musste im Krankenhaus versorgt werden, war leicht verletzt. Der Verkehr konnte während der Bergung einspurig an der Unfallstelle vorbei geführt werden, trotzdem bildete sich ein Kilometer langer Rückstau.






Datum: 14. Juni 2010
Ort: BAB 10, Pannenlaster übersehen
Sie ist nur wenige Kilometer lang, trotzdem passiert an ihrem Ende immer wieder Unfälle. Auf der BAB 117 an der Überfahrt zur BAB 113 im Waltersdorfer Dreieck überschlug sich ein Kleintransporter und landete, nachdem er noch ein Autobahnschild umlegte, im seitlichen Entwässerungsgraben. Der Fahrer wurde von zufällig passierenden Krankentransportfahrern erstversorgt. Die alarmierte Feuerwehr übernahm neben der Absicherung und dem Brandschutz ebenfalls die Erstversorgung und übergab den Fahrer an den Rettungsdienst, der ihn dann ins Krankenhaus fuhr.
Die Fahrbahn wurde zeitweise voll gesperrt, es kam allerdings aufgrund des übersichtlichen Verkehrs kaum zu Behinderungen.






Datum: 16. Juni 2010
Ort: BAB 10, Lkw rammt Pkw
Das Schönefelder Kreuz gehört nicht nur zu den verkehrsreichen Strecken brandenburgischer Autobahnen, auch die Alarmierung bei Unfällen stellt die Disponenten immer wieder vor großen Problemen. Melder können nie genau erklären, an welchem Punkt sich der Vorfall ereignete. Und genau das bringt die Disponenten dann in Schwierigkeiten, müssen sie die Einsatzmittel bestimmen. So auch 16. Juni. Genau an der Zufahrt von der BAB 113 kommend trafen sich ein Lkw und ein Pkw. Der Pkw wurde gegen die Mittelschutzplanke gedrückt, drin saß der verletzte Fahrer. Erst durch die ergänzende Meldung eines Feuerwehrmannes konnten die Einsatzmittel genau geführt werden. Verzögerungen in der Anfahrt waren allerdings nicht zu verzeichnen.
Der Fahrer kam ins nahe gelegene Krankenhaus, die Bahn war für ca. eine Stunde in Richtung Osten gesperrt.






Datum: 21. Juni 2010
Ort: BAB 12, eingenickert?
Ein Zufall verschonte den Führer eines Kleinbaggers an der BAB 12. Er machte gerade eine Frühstückspause, da verlor der Lenker eines Lastzuges die Kontrolle über sein Fahrzeug, rutschte über die rechte Schutzplanke und landete auf dem Bagger. Der Fahrer des Lastzuges war wahrscheinlich eingeschlafen.
Rettungsdienst und Feuerwehr konnten nur die Unversehrtheit des Fahrers fest stellen, lediglich dem Baggerführer blieb das Brot im Halse stecken, wie er seinen Bagger suchte.
Es kam zu keinen Behinderungen, das Fahrzeug lag außerhalb der Fahrbahn.






Datum: 30. Juni 2010
Ort: BAB 9, Vordermann übersehen?
Fast wäre der Gefahrstoffzug alarmiert worden, denn die Einsatzkräfte der Feuerwehr Niemegk sahen im Wald das Ende eines Silofahrzeuges. Erstmeldungen wiesen auf einen Tanklaster hin, allerdings stellte sich dann der Unfall wesentlich angenehmer dar. Mehrere Fahrzeuge waren in einem Unfall mit einem Kleintransporter verwickelt. Dieser Kleintransporter führte einen Verkaufsstand für Wein als Anhänger mit sich. Und genau dieser halbrunde Verkaufsstand landete im Wald.
Verletzte wurde vor Ort versorgt, kamen ins Krankenhaus. Die Fahrbahn musste mit Spezialgeräten gereinigt werden, auf der abschüssigen Bahn hatte sich offensichtlich Kühlmittel verteilt. Dieses Kühlmittel führte zu einer Glätte, die insbesondere für Motorräder gefährlich ist.
Es kam zu einem Rückstau mit einer Passierdauer von bis zu 30 Minuten.






Datum: 3. Juli 2010
Ort: BAB 12, tief fliegender Reifen
Die Meldung war kaum erklärbar: Ein Streifenwagen der Autobahnpolizei sei von einem Reifen getroffen worden. Dass dabei dem Einsatzbeamten nichts passiert ist, sei dem beherzten Handeln des Polizisten zu verdanken.
Wieder einmal hat ein folgender Lkw seinen haltenden Vordermann nicht rechtzeitig erkannt. Der mit flüssigem Latex beladene Silo-Laster riss sich dabei seinen Tank auf, die weiße Brühe lief auf die Autobahn. Beim Aufprall löste sich das Vorderrad und schoss in Fahrtrichtung direkt auf ein Einsatzmittel der Polizei. Dieses wollte vor auf der Autobahn liegenden Teilen warnen, die bei einem vorangegangenen Unfall verloren wurden. Der Beamte nahm nur schemenhaft das Ungetüm wahr, schoss über die Schutzplanke und landete im hohen Graß. Zeitgleich traf das Rad die Fahrertür, die sich danach verabschiedete.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr retteten den Fahrer aus seiner völlig zerstörten Kabine und kümmerten sich um das auslaufende Latex. Eine Spezialfirma musste das trockene Material später von der Fahrbahn kratzen.
Die Bahn war für mehrere Stunden in Richtung Polen gesperrt.






Datum: 4. Juli 2010
Ort: BAB 10, Kleinstransporter in stabiler Seitenlage
Warum sich der Kleintransporter nahe der Anschlussstelle Rangsdorf auf die Seite gelegt hatte, konnte sich der Fahrer nicht erklären. Doch der schreckensreiche Moment wird in seiner Erinnerung bleiben, denn er blieb unverletzt. Feuerwehr und Rettungsdienst stellten die Erstversorgung sicher, die Einsatzkräfte der Feuerwehr stellten das Auto wieder auf und schoben es auf den Standstreifen. Die Ladung, sie musste vom Eigentümer wieder sortiert werden.
Kurzzeitige Vollsperrung, es kam zu einer Passierdauer von ca. 10 Minuten.






Datum: 6. Juli 2010
Ort: BAB 12, Pkw gefaltet
Bei manchen Unfällen wundert man sich zufrieden über das Wohlergehen der Beteiligten. So auch beim im Seitengraben gelandeten Pkw zwischen der Anschlussstelle Storkow und Fürstenwalde-West, denn dort musste die Feuerwehr im Rahmen des Brandschutzes und der Sicherung vor möglichen auslaufenden Flüssigkeiten bei der Bergung eines völlig zerstörten Pkw behilflich sein. Die Insassen seien nicht verletzt. Wie es zum Unfall kam, konnte nicht erklärt werden.
Die BAB 12 war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten einstreifig befahrbar.






Datum: 9. Juli 2010
Ort: BAB 115, unter Auflieger gelandet
Es sind Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden. Diese Sekunden können nicht vorher gesehen werden. Nur die Umsicht im Verkehr kann Sicherheit bringen. So rutschte der Lenker eines Pkw auf der BAB 115 hinter dem Dreieck Nuthetal vor der Anschlussstelle Saarmund unter den Auflieger des vor ihm fahrenden Lkw. Das Fahrzeug war fast vollständig vom Auflieger überdeckt. Die Einsatzkräfte konnten den Fahrer nur noch tot bergen.
Die Strecke war für mehrere Stunden zur Unfallaufnahme und anschließender Bergung gesperrt.






Datum: 12. Juli 2010
Ort: BAB 9, im Wald gelandet
Problematische Unfälle auf der Autobahn sind die, bei denen Fahrzeuge in seitliche Bereiche landen. Sie werden oft nur durch direkt folgende Fahrzeuge wahrgenommen, der Folgeverkehr nimmt verunfallte Verkehrsteilnehmer dann nicht mehr wahr. So auch auf der BAB 9 zwischen Niemegk und Brück, bei dem sich ein Fahrzeug im rechten Seitenstreifen überschlug und liegen blieb.
Dass man die Fahrzeuge dann kaum noch sieht, zeigen die Bilder.






Datum: 13. Juli 2010
Ort: BAB 13, Schilderwagen übersehen
Sie sind fast fünf Meter hoch, weit sichtbar und warnen vor Behinderungen. Obwohl man sie nicht übersehen kann, werden sie immer wieder von Verkehrsteilnehmern gerammt.
Mäharbeiten auf der BAB 13 kurz hinter dem Kreuz Schönefeld. Das Gras auf den Mittelstreifen wuchert und bahnt sich seinen Weg auf die Straße, arbeite nicht rechtzeitig der Mäher. Der Führer eines Pkw hatte offensichtlich das Warnfahrzeug übersehen und ist fast ungebremst in den Schilderwagen gerast. Die Insassen kamen teilweise mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.
Die Bahn war für ca. 90 Minuten voll gesperrt.






Datum: 19. Juli 2010
Ort: BAB 10, Dominoeffekt
Vorangegangen war der Verkehrsunfall kurz hinter der Anschlussstelle Marzahn. Dort landete der Fahrer eines Sattelzuges an der Lärmschutzwand, blieb dabei allerdings unverletzt. Infolge des Rückstaus kam es dann zu einem verhängnisvollen Folgeunfall: Insgesamt fünf Pkw rutschten kurz vor der Anschlussstelle Hellersdorf ineinander. Es gab mehrere Verletzte. Um die unverletzt gebliebenen Kinder kümmerte sich die gerufene Feuerwehr.






Datum: 21. Juli 2010
Ort: BAB 12, falsch abgebogen
Wie es zu manchen Unfällen kommt, entzieht sich auch den Experten. Der Verkehr stockte vor einer Baustelle am Dreieck Spreeau in Richtung AS Friedersdorf. Ein polnischer Lkw rutschte nach links ins Dreieck und legte sich danach auf die Seite. Rettungsdienst und Feuerwehr wurden sofort alarmiert, der Fahrer allerdings blieb unverletzt. Um auslaufende Flüssigkeiten aufzufangen, pumpte die Feuerwehr einen Dieseltank leer.
Wer einen Zusammenhang mit einem außerhalb des Fahrzeugs liegenden Kocher sieht, könnte sogar unter Umständen nicht so ganz falsch mit seiner Annahme liegen.
Das Fahrzeug wurde in den Abendstunden geborgen.






Datum: 28. Juli 2010
Ort: BAB 113, Liegenbleiber
Unter einem "Liegenbleiber" verstehen die Fachleute Fahrzeuge, die nicht mehr fahrfähig am Rande irgendeiner Straße stehen geblieben sind. Ganz anders hatte es der Fahrer eines Betonmischers gesehen, er legte sich mit seinem voll beladenen "Trudelbecher" auf die Ausfahrt Schönefeld-Süd und blockierte damit die Flughafenzufahrt.
Der Fahrer kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus, wurde vorher durch Einsatzkräfte der Feuerwehr aus seinem Führerhaus befreit.
Schwierig die Bergung, das gerufene Unternehmen experimentierte, der Schwerlastkran konnte nicht direkt am Unfallort aufgebaut werden. Das umgekippte Fahrzeug lag auf einer Eisenbahnbrücke.
Die Bergung nahm insgesamt ca. elf Stunden in Anspruch.






Datum: 5. August 2010
Ort: BAB 10, umgekippt
"Morgens um halb sieben ..." wäre die Welt noch in Ordnung, würde es nicht die Unwegsamkeiten der Straßenführung deutscher Autobahnen geben. So kurz vor der Anschlussstelle Birkenwerder, wo sich der Lenker eines Sattelschleppers auf die Seite legte.
Der Fahrer kam dem Vernehmen nach mit Verletzungen ins Krankenhaus, die Verkehrsführung wurde während der Rettungsmaßnahmen überschaubar behindert.






Datum: 9. August 2010
Ort: BAB 10, flammendes Inferno
Wie wurden in alle Richtungen geschickt. Meldende sprachen über einen "umgekippten Lkw" auf der BAB 10. Wo genau, das war nicht klar. Und wieder einmal musste die Leitstelle für Brand- und Katastrophenschutz und Rettungsdienst in Cottbus mutmaßen. Glückliche Fügung, denn die Einsatzmittel waren auf dem richtigen Weg. Nicht in Niederlehme, sondern weiter westlich am Schönefelder Kreuz hatte sich der Brummifahrer auf die Seite gelegt. Dumm dabei nur, dass das Führerhaus dabei Feuer fing. Durch den aufsteigenden Rauch war dann auch für den letzten der anfahrenden Kräfte klar: "... da ist es ...". Das schnelle Handeln der Feuerwehr sicherte die Ladung. Die Zugmaschine allerdings war nicht zu retten. Glückliche Fügung: Der Fahrer blieb unverletzt. Unglücklich: Die Bergung zog sich wieder sehr lange hin, noch am Folgemorgen war das beauftragte Unternehmen mit der Straßenreinigung beschäftigt.
Während der Nacht mussten Einsatzkräfte des THW die Ladung, die aus unzähligen Wasserflaschen eines Konsumers bestand, bergen.






Datum: 14. August 2010
Ort: BAB 10, Schrauben in Öl
Die Meldung ließ ein Schmunzeln ins Gesicht wandern: "... tauende Schrauben liegen auf der Fahrbahn ...". Vor Ort dann das Erschreckende: Ein Lkw hatte sich auf einer Anhöhe zwischen Genshagen und Rangsdorf durch die Mittelschutzplanke gebohrt, war danach umgekippt. Geladen hatte das Fahrzeug Maschinenschrauben. Die waren nicht in handlichen Blister verpackt, sondern lagerten in offenen Boxen. Und diese kippten schlichtweg um, entluden den Inhalt auf die Fahrbahn.
Auslaufender Diesel machte den Einsatzkräften erheblich zu schaffen, denn der anhaltende Regen verteilte den Betriebsstoff über die ganze Fahrbahn. An ein Abbinden war einfach nicht zu denken, auch die ansonsten gut funktionierenden "Sauger" versagten bei der Menge. Es kam zur Vollsperrung, das Material wurde permanent aufgenommen, Kräfte des THW entluden den Lkw. Die Schrauben, sie mussten zusammengefegt werden. Schwere Arbeit, denn Stahlschrauben haben Gewicht.
Der Fahrer blieb unverletzt.
Die Strecke zwischen Ludwigsfelde-Ost und Rangsdorf blieb für ca. vier Stunden voll gesperrt.






Datum: 15. August 2010
Ort: BAB 10, Schleuderdrama
Sonntags auf der Autobahn. Übersichtlich, ruhiger, weniger Lkw. Da ist das Fahren sicherer. Oder auch nicht.
Mehrere Fahrzeuge kamen zwischen dem Schönefelder Kreuz und der Anschlussstelle Rangsdorf in Bedrängnis. Gemeldet wurden Verletzte, Hubschrauber, Rettungsfahrzeuge und Feuerwehren waren schnell vor Ort. Die Bahn war schnell beräumt, nach ca. 45 Minuten konnte der Verkehr wieder rollen.






Datum: 17. August 2010
Ort: BAB 10, aufgefahren
Manche Einsätze lassen einen erschaudern. So auch der Unfall zwischen dem Schönefelder Kreuz und der Anschlussstelle Rangsdorf am 17. August. Der Pkw war in Richtung Westen unterwegs, ein nachfolgender Lkw für fast ungebremst auf das Fahrzeug auf. Dabei wurde die Rückbank um einen Meter nach vorne gedrückt. Vier Personen teilweise schwer verletzt, Rettungskräfte und insgesamt fünf Notärzte vor Ort. Mit zwei Rettungshubschraubern wurden zwei Kinder ins Krankenhaus geflogen, die Erwachsenen kamen mit den Rettungsfahrzeugen in die Unfallchirurgie.
Einem beherzten Ersthelfer wurde im Nachgang der Dank von Feuerwehr und Angehörigen übermittelt, eines der beiden Kinder überlebte den schweren Unfall.
Ein sehr schwerer Einsatz, der alle Einsatzkräfte bis zur Belastungsgrenze beanspruchte.






Datum: 16. September 2010
Ort: BAB 10, Tragödie
Wieder am Schönefelder Kreuz. Wieder das Problem der Einsatzortsbestimmung. Die Ankündigung klang nach einem Übungsszenario. Das, was vor Ort vorgefunden wurde, war alles andere als eine Übung.
Details gingen durch die Presse. Blutrünstige Fotografen schalteten innerhalb von einer Stunde die ersten Horrorbilder, das dann weltweit. Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rettungsdiensten, SEGn, Seelsorgern gingen an ihre Grenzen.
13 Tote, 36 teilweise Schwerstverletzte. Eine Bilanz, die für die Einsatzkräfte nicht disponierbar war. Die Umstände, sie forderten einen der höchsten Tribute.
Achtung vor denen, die am Einsatzort durchhielten. Achtung vor denen, die denen beistanden, die vor Ort halfen. Gedenken an die, die neben vielen anderen Ungenannten ihr Laben auf der Autobahn ließen.






Datum: 26. Oktober 2010
Ort: BAB 10, Brummifahrer gerettet
"Aussichtslos", fast sprachlos beschrieben unbeteiligte Beobachter die Eindrücke. Der Fahrer eines IVECO-Lasters war auf seinen Vordermann, der verkehrsbedingt wegen einer Tagesbaustelle halten musste, fast ungebremst aufgefahren. Gleich hinter der Anschlussstelle Rangsdorf bot sich in Richtung Westen ein wüstes Bild. Die Fahrerseite war fast völlig eingedrückt. Alarmiert waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 35 kam aus Brandenburg.
Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rangsdorf schafften das Unfassbare: Nach 60 Minuten ununterbrochener Anstrengungen, unterstützt durch die Rettungsdienstler und Notärzte, konnten sie den Schwerverletzten aus seinem Führerhaus befreien. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallklinikum Berlin-Marzahn geflogen.
Während der Rettungsmaßnahmen war die Richtungsfahrbahn voll gesperrt. Danach konnte der Verkehr wieder einstreifig an der Unfallstelle vorbei geleitet werden. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten bedurften ca. eine Stunde, danach war die Autobahn wieder frei. Der Rückstau, der zum Löwenanteil vom Schwerlastverkehr abgedeckt wurde, er ging bis zum Schönefelder Kreuz.






Datum: 3. November 010
Ort: BAB 10, Schwerlasttransport gerammt
Nachts um kurz nach ein Uhr, auf der BAB 10 rollt zwischen den Anschlussstellen Rangsdorf und Schönefelder Kreuz ein Sammelsurium an Schwertransportern. Die Züge sind ordnungsgemäß gekennzeichnet, werden durch folgende Sicherungsfahrzeuge begleitet.
Aus nicht geklärten Gründen hielt ein Konvoi kurz vor der Rastanlage Fichtenplan-Süd an. Ein später folgender polnischer Kühllaster, bis zur Decke mit Bananen beladen, übersah offensichtlich den Zug und rutsche ungebremst auf das hintere Sicherungsfahrzeug. Dieses wurde hoch geschleudert und landete kopfüber auf den vor ihm parkenden Tieflader.
Infolge des Aufpralls rutschte der Bananenlaster dann gegen die Betonteile, Fußelemente für Windräder. Dabei brachen die Elemente, da zwei Ladefahrzeuge hintereinander standen.
Feuerwehr und Rettungsdienst wurden sofort alarmiert. Insgesamt vier Verletzte wurden vor Ort versorgt, einige davon kamen ins Krankenhaus. Zum Abend hin berichtete das Transportunternehmen, dass drei der Betroffenen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden sind, der vierte Verletzte kam mit Rippenbrüchen davon.





