Task Force BAB Brandenburg - Einsatzoptimierung bei Verkehrsvorfällen


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Workshop im
PP Frankfurt (Oder)


Großes Lob an die Polizei, die am 14. Juli 2009 einen weiteren Workshop zum Thema "Autobahnunfälle" im PP Frankfurt (Oder) veranstaltete. Alle Teilnehmer begrüßten den offenen Dialog, endlich sei erkannt worden, dass mit der "Task Force" keine Schuldzuweisungen neu formuliert werden. Und der Dialog machte sich bezahlt. Das Miteinander vor Ort wurde immer wieder gelobt. In der Zuständigkeitenregelung gerade bei Abschleppwünschen durch die Betroffenen gab es Diskussionen. Eine Lösung sei in Sicht, hieß es. weiter ...



BAB 9, GSG-Einsatz

Aufgrund eines offensichtlichen Fahrfehlers ist am Freitag, den 17. Juni 2009 um ca. 3.25 Uhr ein Gefahrgutlaster in Richtung Berlin vor der Anschlussstelle Klein Marzehns ungekippt.

BAB 13, Lkw fing Feuer

Für mehrere Stunden musste die BAB 13 ab der AS Staakow Richtung Berlin gesperrt werden. Gegen 7.30 Uhr fing ein slowakischer Lkw aufgrund eines Reifenbrandes Feuer. weiter ...

Seit der EU-Osterweiterung nimmt der Verkehr auf Brandenburgs Autobahnen stetig zu. Insbesondere der Schwerlastverkehr im Warenaustausch zwischen West und Ost birgt zunehmend Gefahren. Immer häufiger kommt es zu schweren Verkehrsvorfällen mit stunden langen Sperrungen. Rettung, Feuerwehr, Polizei und Autobahnmeistereien gelangen immer häufiger an der Grenze machbarer Hilfe.

Auf Initiative des Kreisfeuerwehrverbandes LOS e. V. mit seinem Vorsitzenden Detlef Korn wurden Vertreter der Einrichtungen aus den Landkreisen Oder-Spree, Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming sowie der Stadt Frankfurt (Oder) zusammen gerufen, um gemeinsam über neue Hilfskonzepte nachzudenken. Dabei steht die Neuorganisation vorhandener Mittel und Kräfte im Vordergrund. Landkreisgrenzen verlieren dabei an Bedeutung, ein Einsatzkonzept muss zukünftig unter veränderten, gemeinsamen Zuständigkeiten greifen. Es gilt, vorhandene Potentiale zu bündeln. Federführend begleitet wird die Maßnahme vom Brandenburgischen Innenministerium.

In Arbeitsgruppen sollen erforderliche Maßnahmen entwickelt werden, die das bestehende Hilfesystem optimiert. Nach deren Auswertung werden mit allen Beteiligten weitere Schritte besprochen, die sich dazu eignen, eine schnelle, kompetente und wirkungsvolle Hilfe vor Ort nachhaltig zu sichern.

"Wir verfügen über die besten Kräfte in den Feuerwehren. Ihr Zusammenspiel mit anderen beteiligten Einrichtungen bei Unfällen besitzt sehr viel Spielraum in der Optimierung. Im gemeinsamen Handeln draußen auf der Bahn wird die Effektivität weiter erhöht, die Sicherheit für alle Einsatzkräfte optimiert und Zeiten für zwingend erforderliche Sperrungen reduziert, der Verkehr kann wieder früher fließen." beschreibt Korn seine Ambitionen.





Rainer Bernickel
, ehemaliger Kollege der Autobahnpolizei aus NRW, mittlerweile verdienter Ruheständler, setzt sich auch nach seinem Berufsleben sehr engagiert für die Belange von Lkw-Fahrern. Er initiierte das Projekt DocStop, ein Ärztenetzwerk für Brummi-Kutscher.

Auch als Autor von
Sicher unterwegs hat er einen Leitfaden für Brummifahrer heraus gebracht, der niucht nur den Lenkern viel Interessantes vermittelt. weiter ...

Dickes Lob durch Autobahnmeister

Ihre Feuerwehren wollten sie für die kaum beschreibbaren Leistungen auszeichnen. Chef des Landesbetriebes Straßenwesen
Hans-Reinhard Reuter ließ Taten folgen. Beim Tag der offenen Tür am 5. Juni 2009 auf der Meisterei Erkner zeichnete er sechs WEhren aus, stellvertretend für alle, die auf der Bahn Unbeschreibbares leisten. weiter ...

Prolog

"Task-Force", was ist das? Wollen uns da etwa einige ausgesuchte Leute sagen, wie wir unsere Einsätze abzuwickeln haben? Mischen die sich in unsere örtlichen Angelegenheiten ein? Soll die Feuerwehr etwa auch noch Aufräumarbeiten erledigen? Der Autobahn-Erlass reicht doch aus.

Was will diese "Task Force"?

Nun, die Diskussionen schwappten hoch. Emotional geladen bastelte der eine oder andere an einer Konstruktion, wie er sich die "Task Force" vor stellt oder wie er sie nach außen dargestellt haben möchte. Da kamen die eigenartigsten Erklärungen zustande. Da entsteht Verwunderung. Da baute sich Widerstand auf.

Die "Task Force BAB" ist KEINE spezielle Einsatzgruppe, sondern eine Diskussionsplattform, die sich mit den aktuellen Problemen bei Autobahn-Vorfällen auseinander setzt. Dabei setzen die Initiatoren darauf, den heute beteiligten Wehren im Hinblick auf Ausrüstung, organisatorischem Ablauf im Zusammenspiel mit allen beteiligten Einrichtungen und erkennbare notwendige Ergänzungen im technischen Bereich zur Seite zu stehen. Eine Übernahme der Einsatzleitung war niemals Thema.

Der LBD BRB (Landesbranddirektor Brandenburg) hatte als erste Maßnahme den Versuch gestartet, eine Gruppe aus insgesamt fünf Kräften zu bilden. Aus dieser Gruppe sollte ein Vertreter dann vor Ort bereit stehen, wenn der zuständige Einsatzleiter ergänzenden Bedarf hat. Geht es beispielsweise um die Einbeziehung weiterer Behörden oder Einrichtungen, so könne der Einsatzleiter diesen Beauftragten veranlassen, alles Erforderliche zu erledigen. Dabei stehe dieser mit dem Potsdamer LZBK (Lagezentrum Brand- und Katastrophenschutz) in engem Kontakt. Der jeweilige Vertreter hätte ansonsten nur beratenden Charakter. Das "Team" hätte aber noch eine andere Aufgabe. Die ausgebildeten Beobachter könnten Vermittlungsbedarf erkennen und zwischen den unterschiedlichen Bereichen auf Verwaltungsebene koordinieren. Das ist neu. Denn es wurde immer wieder fest gestellt, dass gerade bei größeren Schadenslagen für diese Aufgabe bislang niemand bereit stand.

Der bestehende Autobahnerlass regelt eine Vielzahl an Bedürfnissen. Wir mussten allerdings feststellen, dass mit der bestehenden Regelung die Abarbeitungszeiten nicht verkürzt werden können, mithin also weitere Gefahrenpotentiale nicht frühzeitig begegnet werden. So steht die Koordination beispielsweise über eine gemeinsame Einsatzleitung (mit oder ohne Führungsmittel) vor Ort auf dem Prüfstand.

Die in der Diskussion aufgeworfene Frage, ob die Task Force-Intension denn Aufgabe der Feuerwehr sei, dürfte durch die Äußerung des EU-Abgeordneten Dr. Koch (EVP-ED) beantwortet sein: "... es ist bemerkenswert, dass sich nun die Brandenburger Feuerwehr dieser Sache angenommen hat. Es hätte genau so gut die Polizei sein können oder die Autobahnmeistereien. Letztlich haben aber die Fachleute der Feuerwehr da den guten Überblick. Von daher zolle ich dieser Vorgehensweise meinen Respekt."

Notrufe von Handys nur noch mit SIM-Karte


Ab dem 1. Juli 2009 sind Notrufe von Mobiltelefonen in Deutschland nur noch mit einer aktivierten Mobilfunkkarte, der sog. SIM-Karte, möglich. Bisher war die Notrufnummer 112 auch ohne SIM-Karte von jedem Mobiltelefon aus erreichbar. Die betriebsbereite Mobilfunkkarte ermöglicht eine eindeutige Identifikation des Karteninhabers, so dass zukünftig Missbräuche besser verfolgt werden können. Auch im Fall einer Sperrung der Mobilfunkkarte für abgehende, kostenpflichtige Verbindungen oder bei einem fehlenden Guthaben auf einer Prepaid-Mobilfunkkarte kann ein Notruf getätigt werden. Voraussetzung hierfür ist lediglich eine betriebsbereite SIM-Karte. Ist der Aufbau einer Notrufverbindung über den eigenen Mobilfunknetzbetreiber nicht möglich, erfolgt die Herstellung der Verbindung über ein anderes Mobilfunknetz. (Bundesnetzagentur)


Rechtliche Grundlagen

Den sog. Autobahn-Erlass des Brandenburgischen Innenministeriums ist hier zu finden. (Seite des MI BRB)

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